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Was ist Osteopathie?

Isabell Otto Isabell Otto
| 5. Mai 2025 | 3 Min. Lesezeit
Osteopathie-Behandlungsraum

Osteopathie – sanfte Heilmethode für nachhaltige Gesundheit

Im Idealfall kommunizieren die Gewebe des menschlichen Körpers über ihre Bewegung harmonisch miteinander. Wird die Beweglichkeit einzelner Körperstrukturen wie Knochen, Muskeln, Sehnen oder Organe eingeschränkt, kann dies zu Störungen, Schmerzen, Beschwerden und Erkrankungen führen. Die lebensnotwendige Bewegungsfähigkeit und Harmonie des Körpers zu bewahren oder wiederherzustellen ist das Ziel der Osteopathie.

Begründet wurde die Osteopathie vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still gegen Ende des 19. Jahrhunderts. A.T. Still formulierte nach längerer Forschung seine für die heutige Osteopathie grundlegenden Einsichten über den Körper, über Gesundheit und Krankheit.

Leben ist Bewegung

Jede Zelle, jede Einheit des Körpers hat ihre eigene Bewegung. Die Gesamtbewegung eines Zellverbandes (z.B. eines Organs) ist das Aggregat der einzelnen Bewegungen. Der Osteopath erspürt diese Bewegungen, prüft sie auf Einschränkungen und korrigiert sie nötigenfalls mit gezielten, speziellen Techniken.

Einheit des Körpers

Körper, Geist, Seele und Umwelt sind integrierte Elemente des Systems Gesundheit. Nur eine Medizin, die diese Zusammenhänge berücksichtigt, kann nachhaltige und wirkungsvolle Unterstützung leisten.

Die Abwehrkräfte des Körpers stärken und nützen

Der Körper besitzt die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren, Störungen und Krankheiten zu erkennen und zu bekämpfen. Verliert der Körper diese Fähigkeiten, muss er wieder dazu gebracht werden, seine Selbstheilungskräfte einzusetzen. Die Osteopathie ist, wie andere Naturheilverfahren auch, eine sogenannte Regulationstherapie.

Struktur und Funktion

Die Osteopathie unterscheidet Körperstrukturen (z.B. Knochen, Organe, Nerven) und Körperfunktionen (Durchblutung, Verdauung etc.). Ein zerstörter hyaliner Knorpel im Kniegelenk z.B. wird unausweichlich die Funktion des Kniegelenkes stören (Arthralgie / Schmerz / Arthrose). Ebenso wird eine Fehlstellung des Kniegelenkes mit dauerhaft falscher Belastung zu einer Strukturveränderung (Knorpel / Knochen) führen. Die Osteopathie versucht, Struktur und Funktion in Einklang zu bringen.

Generelle osteopathische Einsatzbereiche

Parietale Osteopathie

Hat den gesamten Bewegungsapparat im Fokus: Knochen, Bindegewebsstrukturen, Bänder, Sehnen und Muskulatur. Störungen wie Muskel-Verspannungen, Gelenk-Blockaden oder Bindegewebsverklebungen werden mit speziellen Techniken behandelt.

Viszerale Osteopathie

Behandelt die inneren Organe des Brust-, Bauch- und Beckenraums. Verklebungen oder Verwachsungen durch Haltungsmuster, Erkrankungen oder Unfälle können zu Bewegungseinschränkungen führen. Der Osteopath kann hier medikamentenfrei und verblüffend wirkungsvoll behandeln.

Kraniosakrale Osteopathie

Behandelt vorrangig den Schädel (Cranium), die Wirbelsäule, das Kreuzbein (Sakrum) und das Nervensystem. Verbindet energetische und manuelle Techniken für die Harmonie von Körper, Geist und Seele.

Fasziale Osteopathie

Behandelt die Bindegewebe. Durch Ertasten der Faszienstrukturen können mit speziellen Techniken Verklebungen gelöst und das körperlich-seelische Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

Spezielle osteopathische Einsatzbereiche

Kinderosteopathie: Behandelt Störungen im kraniosakralen System bei Säuglingen und Kleinkindern. Der Osteopath kann z.B. Schädelasymmetrien durch Geburtstraumata wirkungsvoll behandeln und so spätere strukturelle oder funktionelle Dysfunktionen wie Skoliosen, Verdauungsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen vermeiden helfen.

Jones-Techniken (Positional Release Technik / PRT): Eine osteopathische Behandlungstechnik, die den Körper in die Position maximaler Entspannung bringt. Sie fördert die Durchblutung und den Abtransport der Schadstoffe über die Lymphe. PRT ist eine der effektivsten und zugleich sanftesten Behandlungsalternativen bei akuten und chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates.

Osteopathische Behandlung des Kiefergelenks (ATM): Cranio-Mandibuläre Dysfunktionen (CMD) nehmen in der Osteopathie eine Schlüsselrolle ein, z.B. als Ursache von Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen, Beckenschiefstand u.a. Mit dem Wissen um wichtige Zusammenhänge zwischen Kiefer- und anderen Körperbereichen kann der Osteopath Beschwerden wirkungsvoll und nachhaltig behandeln.

Osteopathische Befunderhebung und Behandlung

70 €
  • Dauer: ca. 60 Minuten
  • Viele Krankenkassen erstatten anteilig
  • Keine ärztliche Verordnung notwendig
Termin vereinbaren: 03636 / 70 34 90

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Praxis-Assistent
Physiotherapie Klötzke